Experten erwarten AfD als drittstärkste Partei

PollyVote hat die siebte und letzte Runde der Expertenbefragung abgeschlossen. Die Befragung richtet sich an Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Wahlforschung, eine Selbstorganisation der deutschen akademischen Wahlforscherinnen und Wahlforscher.

Die Experten prognostizieren in regelmäßigen Abständen die Stimmenanteile der jeweiligen Parteien bei der Bundestagswahl am 24. September. Der Mittelwert der erwarteten Stimmenanteile, dargestellt in Abbildung 1, geht als eine von vier Komponenten in die PollyVote-Prognose ein.

Union weiterhin klar vor SPD

An der siebten Befragungsrunde, welche vom 18.-22. September durchgeführt wurde, beteiligten sich insgesamt 28 Experten. Abbildung 1 zeigt die Ergebnisse. Demnach erwarten die Experten die CDU/CSU mit 36,3% als stärkste Partei, klar vor der SPD, welche die Experten bei 22,1% sehen. Danach folgen die die AfD (10.3%), die Linke (9,3%), die FDP (9.2%) sowie die Grünen (7.8%).

Experten und Wahlumfragen im Vergleich


Wie verhalten sich die Ergebnisse der Experteneinschätzungen zu den Ergebnissen von aktuellen Wahlumfragen? Abbildung 2 vergleicht die Experteneinschätzungen mit den aktuellen Werten von PollyVote’s Umfrage-Komponente. Auffallend ist der Unterschied für die SPD, welche von den Experten um mehr als einen Prozentpunkt stärker eingeschätzt wird als in den Umfragen.

Die Rohdaten der Befragung sind frei verfügbar. Das PollyVote-Team bedankt sich bei:

Prof. Dr. Kai Arzheimer Universität Mainz
Prof. Dr. Joachim Behnke Zeppelin-Universität
Dr. Carl Berning Universität Mainz
Dr. Ina Bieber Universität Frankfurt
Dr. Manuela Blumenberg GESIS Mannheim
Johannes Blumenberg GESIS Mannheim
Dr. Evelyn Bytzek Universität Koblenz-Landau
Prof. Dr. Marc Debus Universität Mannheim
Dr. Simon Tobias Franzmann Universität Düsseldorf
Dr. Heiko Giebler WZB Berlin
Dr. Alexander Jedinger GESIS Köln
Prof. Dr. Achim Goerres Universität Duisburg-Essen
Dr. Matthias Mader Universität Mannheim
Dr. Michael Meffert Universität Leiden
Prof. Dr. Franz Urban Pappi Universität Mannheim
Prof. Dr. Dieter Roth Universität Heidelberg
Dr. Angelika Scheuer GESIS Mannheim
Prof. Dr. Peter Schrott Hochschule Heilbronn
Prof. Dr. Tim Spier Universität Siegen
Dr. Markus Steinbrecher ZMS BW
Dr. Jürgen Winkler Universität Mainz
Prof. Dr. Thomas Zittel Goethe-Universität Frankfurt
sowie 6 Experten, die nicht namentlich genannt werden wollen.

Experten im Einklang mit Umfragen: Union weiter klar vor SPD

Polly hat die sechste Runde der Expertenbefragung abgeschlossen. Die Befragung richtet sich an Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Wahlforschung, eine Selbstorganisation der deutschen akademischen Wahlforscherinnen und Wahlforscher.

Die Experten prognostizieren in regelmäßigen Abständen die Stimmenanteile der jeweiligen Parteien bei der Bundestagswahl am 24. September. Der Mittelwert der erwarteten Stimmenanteile, dargestellt in Abbildung 1, geht als eine von vier Komponenten in die PollyVote-Prognose ein.

Union weiterhin klar vor SPD

An der sechsten Befragungsrunde, welche vom 28. August -1. September durchgeführt wurde, beteiligten sich insgesamt 25 Experten. Abbildung 1 zeigt die Ergebnisse. Demnach erwarten die Experten die CDU/CSU mit 37,8% als stärkste Partei, klar vor der SPD, welche die Experten aktuell bei 24,0% sehen. Danach folgen die FDP (8.9%), die AfD (8.7%) die Linke (8,5%) sowie die Grünen (7.6%).

Experten und Wahlumfragen im Vergleich


Wie verhalten sich die Ergebnisse der Experteneinschätzungen zu den Ergebnissen von aktuellen Wahlumfragen? Abbildung 2 vergleicht die Experteneinschätzungen mit den heutigen Werten von PollyVote’s Umfrage-Komponente. Auffallend ist der Unterschied für die SPD, welche von den Experten um knapp einen Prozentpunkt stärker eingeschätzt wird als in den Umfragen.

Die Rohdaten der Befragung sind frei verfügbar. Das PollyVote-Team bedankt sich bei:

Experte Institution
Dr. Carl Berning Universität Mainz
Dr. Ina Bieber Universität Frankfurt
Johannes Blumenberg GESIS Mannheim
Dr. Evelyn Bytzek Universität Koblenz-Landau
Prof. Dr. Marc Debus Universität Mannheim
Dr. Simon Tobias Franzmann Universität Düsseldorf
Dr. Heiko Giebler WZB Berlin
Dr. Alexander Jedinger GESIS Köln
Prof. Dr. Achim Goerres Universität Duisburg-Essen
Dr. Michael Meffert Universität Leiden
Prof. Dr. Franz Urban Pappi Universität Mannheim
Prof. Dr. Dieter Roth Universität Heidelberg
Prof. Dr. Carsten Reinemann LMU München
Dr. Angelika Scheuer GESIS Mannheim
Prof. Dr. Peter Schrott Hochschule Heilbronn
Prof. Dr. Tim Spier Universität Siegen
Dr. Markus Steinbrecher ZMS BW
Dr. Jürgen Winkler Universität Mainz
Prof. Dr. Thomas Zittel Goethe-Universität Frankfurt
sowie 6 Experten, die nicht namentlich genannt werden wollen.

KOALA17: Koalitionsanalysen zur Bundestagswahl 2017


Kurz vor der Bundestagswahl am 24. September 2017 steigt wieder das Interesse an Wahlberichterstattung. Einen Beitrag hierzu leisten diverse Meinungsforschungsinstitute, die in regelmäßigen Abständen Umfragewerte zur sogenannten Sonntagsfrage veröffentlichen:

“Welche Partei würden sie wählen, wenn Sonntag Bundestagswahl wäre?”

Anhand dieser Umfragen versuchen die Medien dann meist Fragen wie

Welche Parteien bilden die Regierungskoalition?

oder

Schaffen es die kleinen Parteien in den Bundestag?

zu beantworten.

Oft werden zur Beantwortung dieser Fragen die erzielten Anteile betrachtet oder für Koalitionen von Interesse aufaddiert. Diese einfache Betrachtung ist allerdings oft irreführend und uninformativ, wie weiter unten gezeigt wird.

In Zusammenarbeit mit ZEIT ONLINE hat das Statistische Beratungslabor (StaBLab) der LMU deshalb 2013 ein Verfahren entwickelt, dass eine genauere und aussagekräftigere Interpretation von Umfragen erlaubt.

Zur Bundestagswahl 2017 laufen unsere Analysen unter dem Namen #koala17:

  • Aktuelle Updates gibt es in unserem Twitter Feed
  • Detaillierte Auswertungen bietet unser interaktives Tool
  • Details zur Methodik finden sich hier
  • Details zur Implementierung findet man in unserem Open Source R-Paket coalitions

Warum reicht es nicht Anteile zu betrachten?

Untenstehende Tabelle zeigt die letzte Forsa-Umfrage vor der Bundestagswahl 2013:

Forsa-Umfrage vom 20.September 2013
Union SPD Grüne FDP Die Linke Piraten AfD Sonstige
40% 26% 10% 5% 9% 2% 4% 4%

Betrachtet man einfach die Anteile, kommt die FDP in den Bundestag und Schwarz-Gelb hätte nicht genügend Stimmen für eine Mehrheit.

Warum ist diese Betrachtung ungenügend?

  1. Die Stimmumverteilung wird nicht berücksichtigt:
    • Die Stimmen aller Parteien, die es nicht über die 5%-Hürde schaffen, werden umverteilt.
    • Je mehr Stimmen umverteilt werden, desto geringer muss der Anteil an Stimmen in den Befragungen sein, um eine Mehrheit der Sitze erreichen zu können.
    • Parteien mit einem hohen Stimmanteil profitieren dabei stärker als kleinere Parteien.
  2. Die Stichprobenunsicherheit wird nicht berücksichtigt:
    • Selbst wenn eine Umfrage repräsentativ ist, bedeutet es nicht, dass es bei der Wahl nicht zu Abweichungen vom Umfragewert kommen kann.
    • Dies kann für potentielle Koalitionen eine große Rolle spielen, insbesondere wenn eine oder mehrere Parteien nahe an der 5%-Hürde liegen.
  3. Ausreißer und Institutsbias:
    • Einzelne Umfragen können von der tatsächlichen Stimmungslage abweichen.
    • Umfragen verschiedener Institute weisen teilweise starke Unterschiede auf
    • Oft wird der Anteil einzelner Parteien je nach Umfrageinstitut systematisch höher/niedriger geschätzt als bei den anderen Instituten

Was bedeutet dies konkret?

1. Umverteilung

Bei der Bundestagswahl 2013 war der Anteil umverteilter Stimmen ungewöhnlich hoch. Nach obiger Umfrage würden die Stimmen der Piraten, AfD und Sonstigen umverteilt, also bereits 10%. Zusätzlich war die FDP knapp an der Grenze, d.h. insgesamt hätten bis zu 15% der Stimmen umverteilt werden können. Die Sitzverteilung für dieses konkrete Beispiel sähe folgendermaßen aus:

Anteile und Zuordnung von Sitzen (nach dem Verfahren von Sainte-Lague-Scheppers) nach der Umverteilung der Stimmen
Partei Anteil Sitze
Union 44.4% 266
SPD 28.9% 173
Grüne 11.1% 66
FDP 5.6% 33
Die Linke 10.0% 60

In diesem Szenario hätte Schwarz-Gelb also nur knapp weniger als 50% anstatt der knapp 45%, die sich aus der Umfrage ergaben und Schwarz-Grün eine solide Mehrheit von knapp 55.6%, statt der 50%, welche sich aus der Umfrage ohne Umverteilung ergeben würden.

2. Stichprobenunsicherheit

Selbst wenn man davon ausgeht, dass die einzelnen Umfrageinstitute keinen systematischen Fehler machen, ist jede Befragung basierend auf einer Stichprobe mit Unsicherheit behaftet. Das heißt, dass die wahren Anteile einzelner Parteien von den erfragten Anteilen abweichen können. Je kleiner die Stichprobe, desto größer die Unsicherheit.

Für die FDP würde die Forsa-Umfrage deshalb bedeuten, dass sie es nur in 50% Prozent der Fälle in den Bundestag schafft. D.h. selbst wenn es für Schwarz-Gelb, laut Umfrage und nach Umverteilung, knapp für eine Mehrheit reichen würde, realisiert sich diese Mehrheit nur in etwa 50% der Fälle. In den anderen 50% der Fälle profitiert die Union zwar davon, dass die Anteile der FDP umverteilt werden, aber nicht in vollem Umfang, sodass z.B. eine alleinige Mehrheit sehr unwahrscheinlich war.

3. Ausreißer und Institutsbias

Bei jeder Umfrage kann es passieren, dass die zugrundeliegende Stichprobe das aktuelle Stimmungsbild nicht korrekt abbildet. Es stellt sich außerdem die Frage welche der Umfragen man für seine Aussagen heranzieht. Selbiges gilt für die Frage, den Umfragen welcher Institute man vertrauen soll. In beiden Fällen besteht die Gefahr der Rosinenpickerei und, damit verbunden, falscher Schlüsse.

Wie geht KOALA mit diesen Problemen um?

Unser Ansatz beginnt damit, dass wir die Stichprobenunsicherheit sowie die Unterschiede zwischen den Umfragen verschiedener Institute anerkennen. Neben den Umfragen der einzelnen Institute betrachten wir deshalb auch eine sog. gepoolte Stichprobe, die eine Art Durchschnitt über die Umfragen aller Institute innerhalb eines Fensters von 14 Tagen darstellt. Dadurch wird der Einfluss potentieller Ausreißer gemildert und die Stichprobenunsicherheit reduziert.

Basierend auf dieser gepoolten Umfrage generieren wir dann viele verschiedene Wahlausgänge, die manchmal mehr, manchmal weniger von den Umfragewerten abweichen. In jedem dieser hypothetischen Wahlausgänge führen wir die Umverteilung der Anteile durch und berechnen für jede Partei die Anzahl an Sitzen nach der Umverteilung. Gegeben die Sitze kann dann für eine Koalition von Interesse berechnet werden, ob genügend Sitze für eine Mehrheit zu Stande gekommen sind.

Wiederholt man das Ganze mehrere tausend Mal, lässt sich die Wahrscheinlichkeit berechnen, dass für die Koalition von Interesse eine rechnerische Mehrheit zu Stande kommen würde. Im vorherigen Beispiel ergeben sich z.B. folgende Wahrscheinlichkeiten:

Auf der Forsa-Umfrage basierende Koalitionswahrscheinlichkeiten laut unserer KOALA (Wahrscheinlichkeiten von 3er-Koalitionen beziehen sich auf die Fälle in denen entsprechend 2er-Koalitionen nicht möglich sind)
Koalition Wahrscheinlichkeit
Union < 1 %
Union – FDP 26.6 %
Union – Grüne 99.6 %
Union – FDP – Grüne < 1 %
SPD < 1 %
SPD – Die Linke < 1 %
SPD – Die Linke – Grüne 67.7 %

Obwohl also die Union und FDP laut Umfrage nur 45% der Stimmanteile hatten, betrug die Wahrscheinlichkeit dafür, dass Schwarz-Gelb eine rechnerische Sitzemehrheit erhält etwa 27%.

Zum Vergleich: die Wahrscheinlichkeit, dass Donald Trump die Präsidentschaft gewinnt, lag laut letzter Vorhersage von FiveThirtyEight bei 28.6%.

Bei der Bundestagswahl 2013 ist letztendlich das Ereignis mit der höheren Wahrscheinlichkeit (keine Sitzemehrheit für Schwarz-Gelb) eingetreten, weil die FDP es trotz 5% in den Umfragen nicht in den Bundestag geschafft hat.


 

Vorsprung der Union bleibt stabil in aktueller Expertenbefragung

Polly hat die fünfte Runde der Expertenbefragung abgeschlossen. Die Befragung richtet sich an Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Wahlforschung, eine Selbstorganisation der deutschen akademischen Wahlforscherinnen und Wahlforscher.

Die Experten prognostizieren in regelmäßigen Abständen die Stimmenanteile der jeweiligen Parteien bei der Bundestagswahl am 24. September. Der Mittelwert der erwarteten Stimmenanteile, dargestellt in Abbildung 1, geht als eine von vier Komponenten in die PollyVote-Prognose ein.

Union weiterhin klar vor SPD


An der fünften Befragungsrunde, welche vom 24.-28. Juli durchgeführt wurde, beteiligten sich insgesamt 25 Experten. Abbildung 1 zeigt die Ergebnisse. Demnach erwarten die Experten die CDU/CSU mit 38,1% als stärkste Partei, klar vor der SPD, welche die Experten aktuell bei 25,5% sehen. Danach folgen die Linke (8,5%), die Grünen (8,0%) sowie die FDP und AfD mit jeweils 7,7%.

Experten und Wahlumfragen im Vergleich


Wie verhalten sich die Ergebnisse der Experteneinschätzungen zu den Ergebnissen von aktuellen Wahlumfragen? Abbildung 2 vergleicht die Experteneinschätzungen mit den heutigen Werten von PollyVote’s Umfrage-Komponente. Auffallend ist der Unterschied für die SPD, welche von den Experten um knapp zwei Prozentpunkte stärker eingeschätzt wird als in den Umfragen. Die Union stufen die Experte dagegen um 0,7 Prozentpunkte schlechter ein als die Umfragen.

Die Rohdaten der Befragung sind frei verfügbar. Das PollyVote-Team bedankt sich bei:

Experte Institution
Prof. Dr. Joachim Behnke Zeppelin-Universität
Dr. Ina Bieber Universität Frankfurt
Johannes Blumenberg GESIS Mannheim
Dr. Evelyn Bytzek Universität Koblenz-Landau
Prof. Dr. Marc Debus Universität Mannheim
Dr. Heiko Giebler WZB Berlin
Dr. Alexander Jedinger GESIS Köln
Prof. Dr. Achim Goerres Universität Duisburg-Essen
Dr. Matthias Mader Universität Mannheim
Dr. Michael Meffert Universität Leiden
Prof. Dr. Franz Urban Pappi Universität Mannheim
Dr. Julia Partheymüller University of Essex
Prof. Dr. Dieter Roth Universität Heidelberg
Dr. Angelika Scheuer GESIS Mannheim
Prof. Dr. Peter Schrott Hochschule Heilbronn
Prof. Dr. Tim Spier Universität Siegen
Dr. Markus Steinbrecher ZMS BW
Dr. Jürgen Winkler Universität Mainz
Prof. Dr. Thomas Zittel Goethe-Universität Frankfurt
sowie 6 Experten, die nicht namentlich genannt werden wollen.

Experten sehen Union 10 Punkte vor SPD

Polly hat die vierte Runde der Expertenbefragung abgeschlossen. Die Befragung richtet sich an Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Wahlforschung, eine Selbstorganisation der deutschen akademischen Wahlforscherinnen und Wahlforscher.

Die Experten prognostizieren in regelmäßigen Abständen die Stimmenanteile der jeweiligen Parteien bei der Bundestagswahl am 24. September. Der Mittelwert der erwarteten Stimmenanteile, dargestellt in Abbildung 1, geht als eine von vier Komponenten in die PollyVote-Prognose ein.

Union klar vor SPD

An der vierten Befragungsrunde, welche vom 26.-30. Juni durchgeführt wurde, beteiligten sich insgesamt 28 Experten. Abbildung 1 zeigt die Ergebnisse. Demnach erwarten die Experten die CDU/CSU mit 37,2% als stärkste Partei, klar vor der SPD, welche die Experten aktuell bei 26,6% sehen. Danach folgen die Linke (8,5%), die Grünen (7,8%) sowie die FDP und AfD mit jeweils 7,7%.

Experten und Wahlumfragen im Vergleich


Wie verhalten sich die Ergebnisse der Experteneinschätzungen zu den Ergebnissen von aktuellen Wahlumfragen? Abbildung 2 vergleicht die Experteneinschätzungen mit den heutigen Werten von PollyVote’s Umfrage-Komponente. Auffallend ist der Unterschied für die SPD, welche von den Experten um knapp zwei Prozentpunkte stärker eingeschätzt wird als in den Umfragen. Die Union stufen die Experte dagegen um 1,3 Prozentpunkte schlechter ein, als die Umfragen.

Die Rohdaten der Befragung sind frei verfügbar. Das PollyVote-Team bedankt sich bei:

Experte Institution
Prof. Dr. Joachim Behnke Zeppelin-Universität
Dr. Carl Berning Universität Mainz
Dr. Ina Bieber Universität Frankfurt
Dr. Manuela Blumenberg GESIS Mannheim
Johannes Blumenberg GESIS Mannheim
Dr. Evelyn Bytzek Universität Koblenz-Landau
Prof. Dr. Marc Debus Universität Mannheim
Prof. Dr. Martin Elff Zeppelin-Universität
Dr. Simon Tobias Franzmann Universität Düsseldorf
Dr. Heiko Giebler WZB Berlin
Dr. Alexander Jedinger GESIS Köln
Prof. Dr. Achim Goerres Universität Duisburg-Essen
Dr. Matthias Mader Universität Mannheim
Dr. Michael Meffert Universität Leiden
Prof. Dr. Franz Urban Pappi Universität Mannheim
Dr. Julia Partheymüller University of Essex
Prof. Dr. Dieter Roth Universität Heidelberg
Dr. Angelika Scheuer GESIS Mannheim
Prof. Dr. Peter Schrott Hochschule Heilbronn
Prof. Dr. Tim Spier Universität Siegen
Dr. Jürgen Winkler Universität Mainz
Prof. Dr. Thomas Zittel Goethe-Universität Frankfurt
sowie 6 Experten, die nicht namentlich genannt werden wollen.

Dritte Runde der Expertenbefragung: Vorsprung der Union wächst

Polly hat die dritte Runde der Expertenbefragung abgeschlossen. Die Befragung richtet sich an Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Wahlforschung, eine Selbstorganisation der deutschen akademischen Wahlforscherinnen und Wahlforscher.

Die Experten prognostizieren in regelmäßigen Abständen die Stimmenanteile der jeweiligen Parteien bei der Bundestagswahl am 24. September. Der Mittelwert der erwarteten Stimmenanteile, dargestellt in Abbildung 1, geht als eine von vier Komponenten in die PollyVote-Prognose ein.

Union klar vor SPD

An der zweiten Befragungsrunde, welche vom 30. Mai bis zum 2. Juni durchgeführt wurde, beteiligten sich insgesamt 28 Experten. Abbildung 1 zeigt die Ergebnisse. Demnach erwarten die Experten die CDU/CSU mit 36,5% als stärkste Partei, gefolgt von der SPD mit 27,9%. Danach folgen die Linke und die FDP mit jeweils 8.1%, gefolgt von der AfD (7,9%) und den Grünen (7,5%).

Experten und Wahlumfragen im Vergleich


Wie verhalten sich die Ergebnisse der Experteneinschätzungen zu den Ergebnissen von aktuellen Wahlumfragen? Abbildung 2 vergleicht die Experteneinschätzungen mit den heutigen Werten von PollyVote’s Umfrage-Komponente. Auffallend ist der Unterschied für die SPD, welche von den Experten um mehr als zwei Prozentpunkte stärker eingeschätzt wird als in den Umfragen.

Die Rohdaten der Befragung sind frei verfügbar. Das PollyVote-Team bedankt sich bei:

Experte Institution
Prof. Dr. Joachim Behnke Zeppelin-Universität
Dr. Carl Berning Universität Mainz
Dr. Manuela Blumenberg GESIS Mannheim
Johannes Blumenberg GESIS Mannheim
Dr. Evelyn Bytzek Universität Koblenz-Landau
Prof. Dr. Marc Debus Universität Mannheim
Prof. Dr. Martin Elff Zeppelin-Universität
Dr. Simon Tobias Franzmann Universität Düsseldorf
Dr. Heiko Giebler WZB Berlin
Dr. Alexander Jedinger GESIS Köln
Prof. Dr. Achim Goerres Universität Duisburg-Essen
Dr. Matthias Mader Universität Mannheim
Dr. Michael Meffert Universität Leiden
Prof. Dr. Franz Urban Pappi Universität Mannheim
Dr. Julia Partheymüller University of Essex
Prof. Dr. Dieter Roth Universität Heidelberg
Dr. Angelika Scheuer GESIS Mannheim
Prof. Dr. Tim Spier Universität Siegen
Dr. Markus Steinbrecher ZMS BW
Dr. Jürgen Winkler Universität Mainz
Prof. Dr. Thomas Zittel Goethe-Universität Frankfurt
sowie 7 Experten, die nicht namentlich genannt werden wollen.

2. Runde der Expertenbefragung: Union knapp 6 Punkte vor der SPD

Polly hat die zweite Runde der Expertenbefragung abgeschlossen. Die Befragung richtet sich an Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Wahlforschung, eine Selbstorganisation der deutschen akademischen Wahlforscherinnen und Wahlforscher.

Die Experten prognostizieren in regelmäßigen Abständen die Stimmenanteile der jeweiligen Parteien bei der Bundestagswahl am 24. September. Der Mittelwert der erwarteten Stimmenanteile, dargestellt in Abbildung 1, geht als eine von vier Komponenten in die PollyVote-Prognose ein.

FDP vor Rückkehr in den Bundestag

An der zweiten Befragungsrunde, welche vom 24. bis zum 29. April durchgeführt wurde, beteiligten sich insgesamt 28 Experten. Abbildung 1 zeigt die Ergebnisse. Demnach erwarten die Experten die CDU/CSU mit 35,6% als stärkste Partei, gefolgt von der SPD mit 29,8%. Drittstärkste Partei wird nach Ansicht der Experten die AfD (8,8%), gefolgt von den Linken (8,3%) und den Grünen (7,4%). Mit einem prognostizierten Stimmenanteil von 5,9% steht die FDP vor der Rückkehr in den Bundestag.

Experten und Wahlumfragen im Vergleich


Wie verhalten sich die Ergebnisse der Experteneinschätzungen zu den Ergebnissen von aktuellen Wahlumfragen? Abbildung 2 vergleicht die Experteneinschätzungen mit den Werten von PollyVote’s Umfrage-Komponente vom 29. April, dem letzten Tag der Expertenbefragung. Die Unterschiede sind gering, und innerhalb des Stichprobenfehlers traditioneller Umfragen. Demnach schätzen die Experten die CDU/CSU und SPD um 0,3 bzw. 0,4 Prozentpunkte schwächer ein als in den Umfragen, während die AfD um 0,8 Prozentpunkte stärker eingestuft wird.

Die Rohdaten der Befragung sind frei verfügbar. Das PollyVote-Team bedankt sich bei:

Experte Institution
Prof. Dr. Joachim Behnke Zeppelin-Universität
Dr. Carl Berning Universität Mainz
Dr. Ina Bieber Universität Frankfurt
Johannes Blumenberg GESIS Mannheim
Dr. Evelyn Bytzek Universität Koblenz-Landau
Prof. Dr. Marc Debus Universität Mannheim
Prof. Dr. Martin Elff Zeppelin-Universität
Dr. Simon Tobias Franzmann Universität Düsseldorf
Dr. Heiko Giebler WZB Berlin
Dr. Alexander Jedinger GESIS Köln
Dr. Matthias Mader Universität Mannheim
Dr. Michael Meffert Universität Leiden
Prof. Dr. Franz Urban Pappi Universität Mannheim
Dr. Julia Partheymüller University of Essex
Prof. Dr. Dieter Roth Universität Heidelberg
Dr. Angelika Scheuer GESIS Mannheim
Prof. Dr. Peter Schrott Hochschule Heilbronn
Prof. Dr. Tim Spier Universität Siegen
Dr. Markus Steinbrecher ZMS BW
Dr. Aiko Wagner WZB Berlin
Prof. Dr. Thomas Zittel Goethe-Universität Frankfurt
sowie 7 Experten, die nicht namentlich genannt werden wollen.

Experten sehen Union knapp vier Punkte vor der SPD

Polly hat die erste Runde der Expertenbefragung abgeschlossen. Die Befragung richtet sich an Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Wahlforschung, eine Selbstorganisation der deutschen akademischen Wahlforscherinnen und Wahlforscher.

Die Experten prognostizieren in regelmäßigen Abständen die Stimmenanteile der jeweiligen Parteien bei der Bundestagswahl am 24. September. Der Mittelwert der erwarteten Stimmenanteile, dargestellt in Tabelle 1, geht als eine von vier Komponenten in die PollyVote-Prognose ein.

FDP vor Rückkehr in den Bundestag

An der ersten Befragungsrunde, welche vom 14. bis zum 19. März durchgeführt wurde, beteiligten sich insgesamt 30 Experten. Abbildung 1 zeigt die Ergebnisse. Demnach erwarten die Experten die CDU/CSU mit 33,9% als stärkste Partei, gefolgt von der SPD mit 30,1%. Drittstärkste Partei wird nach Ansicht der Experten die AfD (9,2%), gefolgt von den Linken (8,2%) und den Grünen (7,9%). Mit einem prognostizierten Stimmenanteil von 6,1% steht die FDP vor der Rückkehr in den Bundestag.

Experten und Wahlumfragen im Vergleich


Wie verhalten sich die Ergebnisse der Experteneinschätzungen zu den Ergebnissen von aktuellen Wahlumfragen? Abbildung 2 vergleicht die Experteneinschätzungen mit den Werten von PollyVote’s Umfrage-Komponente vom 19. März, dem letzten Tag der Expertenbefragung. Die Unterschiede sind gering, und innerhalb des Stichprobenfehlers traditioneller Umfragen. Demnach schätzen die Experten die CDU/CSU um 1.2 Prozentpunkte stärker ein als in den Umfragen, während die Stimmenanteile der SPD um 1.4 Prozentpunkte niedriger eingestuft werden. Für die übrigen Parteien liegen die Experteneineinschätzungen dagegen nahe an den aktuellen Umfragewerten.

Die Rohdaten der Befragung sind frei verfügbar. Das PollyVote-Team bedankt sich bei:

Experte Institution
Prof. Dr. Kai Arzheimer Universität Mainz
Prof. Dr. Joachim Behnke Zeppelin-Universität
Johannes Blumenberg GESIS Mannheim
Dr. Manuela Blumenberg GESIS Mannheim
Dr. Evelyn Bytzek Universität Koblenz-Landau
Prof. Dr. Marc Debus Universität Mannheim
Dr. Simon Tobias Franzmann Universität Düsseldorf
Dr. Heiko Giebler WZB Berlin
Prof. Dr. Achim Goerres Universität Duisburg-Essen
Dr. Alexander Jedinger GESIS Köln
Dr. Matthias Mader Universität Mannheim
Dr. Michael Meffert Universität Leiden
Prof. Dr. Franz Urban Pappi Universität Mannheim
Dr. Julia Partheymüller University of Essex
Prof. Dr. Carsten Reinemann LMU München
Dr. Angelika Scheuer GESIS Mannheim
Prof. Dr. Peter Schrott Hochschule Heilbronn
Prof. Dr. Peter Selb Universität Konstanz
Prof. Dr. Tim Spier Universität Siegen
Dr. Markus Steinbrecher ZMS BW
Dr. Jürgen Winkler Universität Mainz
Prof. Dr. Thomas Zittel Universität Frankfurt
sowie 8 Experten, die nicht namentlich genannt werden wollen.

PollyVote ist zurück: Prognose der Bundestagswahl 2017

Etwas mehr als ein halbes Jahr vor der Bundestagswahl veröffentlicht PollyVote die erste Prognose. Dabei kommt das gleiche Verfahren der Kombination von Vorhersagen innerhalb und über verschiedener Prognosemethoden, das sich für U.S. Präsidentschaftswahlen seit 2004, sowie für die Bundestagswahl 2013 bewährt hat.

Die Kombination der Prognosen erfolgt dabei durch Berechnung des einfachen Mittelwerts über Vorhersagen von vier Komponentenmethoden: Umfragen, Prognosemärkte, Experteneinschätzungen und quantitative Modelle.

In der aktuellen Prognose ist die Union mit 33,0% stärkste Partei und liegt knapp drei Punkte vor der SPD (30,1%). Drittstärkste Kraft ist die AfD (9,8%), gefolgt von den Linken (8,0%) und den Grünen (7,7%). Mit aktuell prognostizierten 6,5% steht die FDP vor einer Rückkehr in den Bundestag.

Die PollyVote-Prognose aktualisiert sich wann immer neue Daten zur Verfügung stehen.

Ergebnisse der vierten Runde der Expertenbefragung

Polly hat die vierte Runde der Expertenbefragung abgeschlossen. Die Befragung richtet sich an Politikjournalisten und Wissenschaftler, welche sich in ihrer Forschung mit deutschen Wahlen beschäftigen.

Die Experten liefern in regelmäßigen Abständen Einschätzungen darüber, wer Bundeskanzler wird, welche der „kleinen Parteien“ in den Bundestag einziehen werden und welche Koalition nach der Bundestagswahl regieren wird. Darüber hinaus geben die Experten eine Prognose der Stimmenanteile der jeweiligen Parteien ab. Der Mittelwert der erwarteten Stimmenanteile, dargestellt in Tabelle 1, geht als eine von vier Komponenten in die PollyVote-Prognose ein.

FDP bleibt im Bundestag

Abbildung 1: Einzugswahrscheinlichkeiten der kleinen Parteien
Abbildung 1: Einzugswahrscheinlichkeiten der kleinen Parteien

Vertraut man den Einschätzungen der Experten gibt es keine Änderung bei den im Bundestag vertretenen Fraktionen. Der Einzug der Grünen und Linken wird als praktisch sicher angesehen, 82% der Experten sind sich darüber hinaus “ziemlich sicher” oder “ganz sicher”, dass auch die FDP wieder in den Bundestag einziehen wird. Kaum Chancen sehen die Experten dagegen für die Piraten und die AfD (siehe Abbildung 1).

Angela Merkel bleibt Kanzlerin, aber in welcher Koalition?

Tabelle 1 zeigt den Mittelwert der erwarteten Stimmenanteile für die jeweiligen Parteien. Nach Ansicht der Experten kommt die Schwarz-Gelbe Koalition demnach auf 44.8% der Stimmen, Rot-Grün auf 37.8%. Die Abweichungen zwischen den mittleren Einschätzungen der Journalisten und Wissenschafter sind gering.

Tabelle 1: Experteneinschätzungen der Stimmenanteile der Parteien 
Partei Mittelwert
(PollyVote-
Experteneinschätzungen)
Wissenschaftler Journalisten
CDU/CSU 38.7 39.0 38.5
SPD 26.9 27.0 26.8
Grüne 10.9 11.0 10.9
Linke 7.9 7.7 8.1
FDP 6.1 6.3 5.9
Piraten 2.7 2.6 2.7
AfD 3.3 3.2 3.4
Sonstige 3.5 3.4 3.7
Abbildung 2: Koalitionswahrscheinlichkeiten
Abbildung 2: Koalitionswahrscheinlichkeiten

Eine mögliche Koalition zwischen SPD, Grüne und Linke würde nach den Einschätzungen der Experten zwar 45.7% der Stimmen auf sich vereinen, wird aber als unwahrscheinlich angesehen: Lediglich 3% der Befragten bewerten das Zustandekommen von Rot-Rot-Grün als „ziemlich sicher“, keiner der Befragten als „ganz sicher“ (vgl. Abbildung 2).

So haben die Experten kaum Zweifel, dass Angela Merkel weiter regieren wird: 92% der Befragten sind sich „ziemlich sicher“ oder „ganz sicher“, dass Frau Merkel Bundeskanzlerin bleibt. Unsicherheit besteht jedoch in der Frage, wie die künftige Regierungskoalition aussehen wird. So werden die Weiterführung von Schwarz-Gelb (59%) als auch eine große Koalition zwischen CDU/CSU und SPD (64%) als etwa gleich wahrscheinlich angesehen. Andere Koalitionsmöglichkeiten werden dagegen als höchst unwahrscheinlich eingeschätzt.

Experten und Wahlumfragen im Vergleich

Abbildung 3: Stimmenanteile der Parteien: Experteneinschätzungen und Wahlumfragen im Vergleich
Abbildung 3: Stimmenanteile der Parteien: Experteneinschätzungen und Wahlumfragen im Vergleich

Wie verhalten sich die Ergebnisse der Experteneinschätzungen zu den Ergebnissen von klassischen Wahlumfragen (Wahlabsichtsbefragungen), welche in etwa zur gleichen Zeit durchgeführt wurden? Abbildung 3 vergleicht die Experteneinschätzungen mit den Werten der kombinierten PollyVote-Wahlabsichten vom 14. September, dem letzten Tag der Expertenbefragung. Demnach schätzen die Experten die CDU/CSU um 1.5 Prozentpunkte schwächer ein als in den Umfragen, während die Stimmenanteile der SPD um 1.3 Prozentpunkte höher eingestuft werden. Höhere Stimmenanteile werden auch für die FDP (+0.7 Prozentpunkte) erwartet, die Linken werden dagegen schwächer als in den Umfragen eingeschätzt (-0.5 Prozentpunkte).

Anmerkung: An der Befragung, welche vom 10. bis zum 14. September durchgeführt wurde, beteiligten sich insgesamt 98 Experten, davon 60 Wissenschaftler und 38 Journalisten. Die Werte in den Abbildungen 1 bis 3 repräsentieren den Mittelwert über Wissenschaftler und Journalisten. Die nächste und letzte Befragungsrunde startet am 17. September. Polly interessiert sich auch für Ihre Wahlerwartungen. Eine etwas längere Version des Fragebogens dieser Expertenbefragung finden Sie hier. Wir freuen uns über Ihre Teilnahme.