Polly im Anflug nach Deutschland

Seit 2004 prognostiziert PollyVote den Ausgang der U.S. Präsidentschaftswahlen mit großem Erfolg. Über die letzten drei Wahlen verfehlte die finale PollyVote-Prognose das tatsächliche Wahlergebnis im Mittel nur um etwas mehr als einen halben Prozentpunkt. Zum Vergleich: der mittlere Fehler der finalen Umfrage des Gallup-Instituts war mit 1,9 Prozentpunkten drei Mal so hoch. Polly’s Erfolgsgeheimnis liegt in der strikten Anwendung einer der effektivsten Regeln zur Erstellung genauer Prognosen: der mechanischen Kombination von Vorhersagen.

Dieses Jahr wagt sich PollyVote zum ersten Mal an eine Wahl außerhalb der USA und erstellt Prognosen für die diesjährige Bundestagswahl. Das Vorgehen ist identisch zum amerikanischen Vorbild: PollyVote kombiniert Prognosen innerhalb und über vier Komponenten von Vorhersagemethoden: Wahlabsichtsbefragungen (in Deutschland auch als Sonntagsfrage bekannt), Prognosemärkte, Experteneinschätzungen und quantitative Modelle.

Die aktuelle Version von PollyVote könnte auch als „Polly light“ bezeichnet werden, stehen derzeit doch lediglich Daten von Wahlumfragen und Prognosemärkten zur Verfügung. Polly rechnet mit ersten Einschätzungen des Expertenpanels und Prognosen quantitativer Modelle ab Mitte Juli.

Das Kuchendiagramm in der Rechten Spalte zeigt jeweils Polly’s aktuellste Prognose. Diese wird täglich aktualisiert, oder wann immer neue Informationen zur Verfügung stehen.